Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein feiert Geburtstag mit wilden Samentütchen

Biene Maja und ihre wilden Schwestern die Wildbienen, Hummeln und  Schwebfliegen fliegen voll auf den Inhalt der neuen Samentütchen des „BlütenMeer 2020“-Projekts der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Zum 40. Geburtstag gibt es in diesem Jahr einen, im wahrsten Sinne des Wortes, echten Leckerbissen: Wildsamen von 40 verschiedenen Wildblumen aus Schleswig-Holstein für Ihren eigenen wilden Quadratmeter im Garten.

Absolute Premiere: zum ersten Mal sind in den Samentütchen auch Wildsamen aus der projekteigenen Arche Gärtnerei in Eggebek enthalten.

Seien Sie dabei und helfen Sie mit aus Schleswig-Holstein ein wild-buntes „BlütenMeer 2020“ zu machen. Wichtig ist uns, als „BlütenMeer 2020“-Team allerdings, dass Sie aus Schleswig-Holstein kommen und auch in Schleswig-Holstein aussäen. Es handelt sich bei den Wildsamen nämlich ausschließlich um heimische Wildblumen und die wollen und sollen nur hier bei uns im echten Norden, in Schleswig-Holstein, blütenbunt werden.

Mailen Sie uns mit dem Stichwort „Neue Insekten-Tankstellen“ an:  bluetenmeer2020@stiftungsland.de 

Bodenvorbereitung:

Eine gute Saatbettvorbereitung ist schon der halbe Weg zum Erfolg. Der Boden kann mit dem Spaten, Fräse oder andere Arten der Bodenbearbeitung für die Einsaat vorbereitet werden. Flächen mit einer Vorvegetation von Quecke, Giersch, Brennnessel oder anderen konkurrenzstarken Arten schmälern die Erfolgsaussichten einer erfolgreichen Etablierung der Wildpflanzenmischungen. Eine Pflanze, die sich erst aus einem Samenkorn entwickeln muss, braucht mehr Zeit, als eine schon am Standort etablierte Pflanze mit gutem Wurzelsystem. Daher sind nicht zu nährstoffreiche, offene Bodenflächen für die Etablierung aus Saat wichtig.

Da die meisten Kräuter Lichtkeimer sind, muss die Saat oberflächig abgelegt und danach angewalzt werden für einen guten Samen-Boden-Kontakt – Schlitzsaatverfahren sind ungeeignet.

Pflege:

Eine erste Mahd ist gut zu dem Zeitpunkt, an dem die Wiesen-Margerite zu verblühen beginnt (früher Beginn der Heuernte ca. Anfang Juli). Dann erfolgt in der Regel zwei Wochen später eine Nachblüte. Im Sinne der Heuwerbung und Grünlanderhaltung fallen beim Trocknungsprozess die Samen der kurzlebigen Arten aus, so dass eine Trocknung des Mahdguts vor Ort auch aus diesem Grunde sinnvoll ist. Das Heu muss dann abgefahren werden. Für eine verwertbare Heuwerbung ist natürlich die Witterung ein entscheidender Faktor. Wenn die Mahd unterbleibt, kommt es zu vermehrter Streubildung, die konkurrenzkräftigeren Arten setzen sich durch, einjährige Arten verschwinden und Brachezeiger und Gehölze können Fuß fassen. Längerfristig kommt es in der Regel zu einer starken Abnahme der Artenvielfalt und des Blühangebotes.

Arten 2018 aus Regio-Saatgut:

Gemeine Schafgarbe, Großer Odermennig, Rundblättrige Glockenblume, Kornblume, Wiesen-Flockenblume, Gemeine Wegwarte , Wilde Möhre, Heide-Nelke, Echter Natternkopf, Weißes Labkraut, Echtes Labkraut, Tüpfel-Johanniskraut, Gewöhnliches Ferkelkraut, Wiesen-Witwenblume, Gewöhnliches Leinkraut, Moschus-Malve, Wilde Malve, Hopfenklee, Saat-Mohn, Klatsch-Mohn, Wilde Pastinake, Silber-Fingerkraut, Kleine Braunelle, Großer Wiesenknopf, Knotige Braunwurz, Rote Lichtnelke, Weiße Lichtnelke, Gewöhnliche Lichtnelke, Gewöhnlicher Teufelsabbiss, Wilder Thymian, Rot-Klee, Schwarze Königskerze, Wiesen-Margerite, Herbst-Löwenzahn

Arten aus der Arche-Gärtnerei:

Gelber Hohlzahn, Wiesen-Habichtskraut, Glattes Habichtskraut, Färber Wau, Echtes Seifenkraut, Europäische Goldrute

Unser Partner Rieger-Hoffmann:

www.rieger-hofmann.de/index.php?id=194

Ansprechpartner

Christian Dolnik, Projektleitung
Tel. : 0431 210 90 412
E-Mail: christian.dolnik@stiftungsland.de

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