September

Zwischen alten Eichen, alten Buchen und dem prächtigen zart-gelben Herrenhaus des Schloss Bredeneek im Kreis Plön aus dem Jahr 1830 wohnen demnächst auch viele kleine Schlüsselblumen (Primula elatior). Schlossherr Jürgen Paustian freut sich über die neuen wilden Bewohner des Schlossgartens. Die zartgelben Wiesenschönheiten fügen sich farblich perfekt in das Gesamtbild ein. Die rund 250 Pflänzchen sollen schon im nächsten Frühjahr blühen und den Blütentisch für die im Schlosspark heimischen Bienenvölker mit reichlich Nektar decken.

Die Hohe Schlüsselblume ist nur eine von vielen Wildpflanzen aus dem im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderten Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Das Projekt möchte den selten gewordenen heimischen Wildpflanzen bis zum Jahr 2020 wieder ein Zuhause in Schleswig-Holstein geben. Tatkräftige Unterstützung bekamen die Vielfaltschützer des „BlütenMeer 2020“-Projekts der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein vom Berufsbildungszentrum Plön aus der Fachabteilung für Sozialpädagogik in Preetz. Insgesamt 12 Schülerinnen und Schüler des Kurses „Leben auf dem Acker“ unter der Leitung von Michael Nienaber haben die Ärmel hochgekrempelt und den Schlüsselblumen in die Erde verholfen.

Die wilden Gelben wurden in der projekteigenen Arche Gärtnerei in Eggebek (Kreis Schleswig-Flensburg) aufgezogen, aufgepeppelt und waren jetzt reif für die freie Wildbahn im Schlosspark.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

Die Pressemitteilung finden Sie hier als PDF zum Download.

Endlich dürfen sie raus aus den Töpfen in die freie Wildbahn: die bunten Wilden aus dem Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Die pinke Heide-Nelke (Dianthus deltoides), der rosa-rot-blühende Wilde Thymian (Thymus pulegiodes) und der lilafarbene Gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa pratensis) bekommen eine neue Heimat am Rande des Röbeler Moores im Kreis Ostholstein. Die drei wilden Schönheiten sind nur einige der vielen Wildkräutern und Wildblumen, die aus Schleswig-Holstein bis 2020 wieder ein Blütenmeer machen sollen. Früher gehörten die wildbunten Blumenwiesen noch ganz selbstverständlich in unsere Landschaft, aber durch die intensive Nutzung, Monokulturen und Infrastruktur sind sie fast verschwunden. Das im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderte Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein holt die heimischen Wildpflanzen jetzt zurück ins Land zwischen den Meeren. In der projekteigenen Arche Gärtnerei wurden die bunten Wilden gezielt vermehrt, angezogen und jetzt wird es höchste Zeit, dass sie aus den Töpfen in die Erde kommen.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Wie heißt es doch so schön: nur die Harten kommen in den Garten… Ganz nach diesem Motto krempelten die rund 20 Helferinnen und Helfer am Sonnabendvormittag die Ärmel ihrer Regenjacken hoch und brachten bei einer Auspflanzaktion auf den Ökowiesen Jevenstedt rund 1100 bunte Wildpflanzen mit schleswig-holsteinischen Wurzeln in die Erde. Großer Wiesenknopf, Geflügeltes Johanniskraut, Teufelsabbiss, Blauweiderich und Europäische Goldrute – alles Wildpflanzen aus dem Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – haben ab sofort ein neues Zuhause zwischen Obstbäumen, einem summenden Bienenvolk und einem alten Gemüsegarten.

Diese gelungene Auspflanzaktion wurde organisiert von dem gemeinnützigen Verein „Ökowiesen Jevenstedt“, den Pfadfindern Jevenstedt und dem Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Dieses Projekt kümmert sich seit gut drei Jahren und noch bis März 2020 darum, den Wildpflanzen mit schleswig-holsteinischen Wurzeln wieder ein Zuhause zu geben im Land zwischen den Meeren. Früher gehörten diese und viele andere Wildpflanzen und Gräser wie ganz selbstverständlich zu Schleswig-Holstein. Heute muss man sie suchen! Nur noch in wenigen, winzigen Ecken des Landes fühlen sie sich wohl und können überleben. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung sind sie größtenteils von den Wiesen und Weiden Schleswig-Holsteins verschwunden. Das im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderte Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein holt sie deshalb jetzt zurück in den echten Norden.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Das summende Honigbienenvolk auf den Ökowiesen in Jevenstedt darf sich freuen: es bekommt einen reich gedeckten, blütenbunten Tisch. Am kommenden Sonnabend ziehen rund 1200 Wildpflanzen mit schleswig-holsteinischen Wurzeln aus dem Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu ihnen auf die Ökowiesen in Jevenstedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Zwischen Obstbäumen und einem Gemüsegarten sollen Großer Wiesenknopf, Geflügeltes Johanniskraut, Teufelsabbiss, Blauweiderich und Europäische Goldrute ein neues Zuhause finden.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ kümmert sich um seltene, bedrohte, heimische Wildpflanzen
und will ihnen hierzulande wieder ein Zuhause geben. Die 14 Mitglieder des gemeinnützigen
Vereins „Ökowiesen Jevenstedt e.V.“ freuen sich über die neuen bunten Wiesen-Bewohner und haben gemeinsam mit den „Pfadfindern Jevenstedt“ schon ein hübsches Plätzchen ausgesucht und vorbereitet. Dort werden sie gemeinsam mit den Stiftungsmitarbeitern aus der projekteigenen Arche Gärtnerei die vielen verschiedenen Wildpflanzen in die Erde bringen.

Dr. Christian Dolnik, Projektleiter „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Elke Hausschild vom Verein Lebensraum Ökowiesen Jevenstedt und Jochen Bock von den Pfadfindern Jevenstedt stehen Ihnen vor Ort für Fragen gerne zur Verfügung.

Zu dieser Auspflanzaktion am:

Sonnabend, 9. September 2017, um 10 Uhr, Treffpunkt: Ökowiesen, Boistedt, 24808 Jevenstedt

laden wir Sie herzlich ein.

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Endlich dürfen sie raus aus den Töpfen in die freie Wildbahn: die bunten Wilden aus dem Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Die pinke Heide-Nelke (Dianthus deltoides), der rosa-rot-blühende Wilde Thymian (Thymus pulegiodes) und der lilafarbene Gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa pratensis) bekommen eine neue Heimat am Rande des Röbeler Moores im Kreis Ostholstein. Die drei wilden Schönheiten sind nur einige der vielen Wildkräutern und Wildblumen, die aus Schleswig-Holstein bis 2020 wieder ein Blütenmeer machen sollen. Früher gehörten die wildbunten Blumenwiesen noch ganz selbstverständlich in unsere Landschaft, aber durch die intensive Nutzung, Monokulturen und Infrastruktur sind sie fast verschwunden. Das im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderte Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein holt die heimischen Wildpflanzen jetzt zurück ins Land zwischen den Meeren. In der projekteigenen Arche Gärtnerei wurden die bunten Wilden gezielt vermehrt, angezogen und jetzt wird es höchste Zeit, dass sie aus den Töpfen in die Erde kommen.

Für diese Gemeinschaftsaktion des „Naturparkes Holsteinische Schweiz“ und dem Projekt „BlütenMeer 2020“ werden noch helfende Hände gesucht. Denn, um die vielen wilden Exemplare auszupflanzen, muss fleißig angepackt, gebuddelt und gegraben werden. Helfer können gerne eigene Pflanzspaten und Gartenhandschuhe mitbringen.

Zu dieser Auspflanzaktion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Garten.querbeet 2017“ am:

Freitag, 15. September 2017 um 14.00 Uhr, Weidelandschaft am Röbeler Moor, Treffpunkt: Ahornstraße östlich Röbel (23701 Süsel), Einfahrt Kiesgrube

laden wir Sie herzlich ein und freuen uns, wenn Sie dabei sind.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – bis März 2020 – mit 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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August

Bunt-blühende, wilde Schönheiten wachsen und gedeihen schon seit Jahrzehnten ungestört zwischen dem menschenleeren Ostsee-Strand und den Küstendünen. Wer hätte gedacht, dass sie sich ausgerechnet auf dem Truppenübungsplatz Putlos der Bundeswehr in Ostholstein ihr Lieblingsplätzchen einrichten? „Viele Bundeswehrliegenschaften entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als echte Natur-Oasen und Juwele“, erklärt Dr. Christian Dolnik, Projektleiter des „BlütenMeer 2020“-Projekts der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Der Grund für das Wohlfühl-Gefühl der seltenen, heimischen Wildpflanzen ist die unberührte Natur. „Die Gelände der Bundeswehr werden weder gedüngt, noch wird hier häufiger als nötig gemäht. Damit herrschen hier über Jahre und Jahrzehnte beste Lebens- und Überlebensbedingungen für die Wildgräser und Wildpflanzen. Diese Bedingungen finden wir in der freien Landschaft kaum noch, deshalb sind die heimischen Wildpflanzen auch nach und nach aus dem Land zwischen den Meeren verschwunden und mehr noch: die meisten von ihnen sind sogar vom Aussterben bedroht und stehen auf der Roten Liste“, fügt Dolnik an.

Mit dem im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderten Projekt „BlütenMeer 2020“ wollen der Projektleiter und sein siebenköpfiges Team die Wildpflanzen retten und Ihnen wieder ein Zuhause geben hier bei uns in Schleswig-Holstein. Viele verschiedene Maßnahmen werden zu diesem Zweck überall im Land durchgeführt. Eine besonders erfolgreiche Maßnahme zur Vermehrung der blütenbunten Wiesen ist die sogenannte Mahdgutübertragung. Bei diesem Verfahren werden die Wildgräser und Wildpflanzen kurz vor der Samenreife, also kurz bevor sie sich ausbreiten, abgemäht und das frische Mahd-Gut auf eine geeignete andere Wiese, wie beispielsweise in Johannistal bei Heiligenhafen, ausgebracht. So können die Samen Fuß fassen und die wildbunte Blumenwiese wird an einem anderen Ort ganz in der Nähe verdoppelt. „Mit etwas Glück blühen schon im nächsten Sommer Wilde Möhre, Wilder Oregano und Golddistel zeitgleich auf dem Truppenübungsplatz in Putlos und auf den Wiesen und Weiden in Johannistal“, erklärt Dr. Björn Rickert, Biologe und Mahdgutübertragungs-Experte vom „BlütenMeer 2020“. Insgesamt werden mit dem samenreichen Mahd-Gut aus Putlos rund fünf Hektar in Johannistal aufgewertet.

In den nächsten drei Jahren, also bis 2020, möchte das „BlütenMeer 2020“-Team es schaffen rund 2500 Hektar, das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum, wieder wilder und bunter zu machen. „Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagt Dolnik. Die violette Küchenschelle beispielsweise haben sie vorerst gerettet. Sie blüht nicht länger nur noch an einem einzigen Ort, sondern gleich an mehreren Stellen in Schleswig-Holstein.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Juli

Zwischen alten Bäumen, verschlungenen Wegen und Erinnerungs-Tafeln an liebe, vermisste Menschen blühen demnächst auch jede Menge seltene Wildpflanzen mit schleswig-holsteinischen Wurzeln. Die wild-bunten Schönheiten, wie Klappertopf, Seifenkraut, Wiesen-Bocksbart und Gemeine Hundszunge finden jetzt ein neues Zuhause auf dem „Kleinen Baumfriedhof“ der Kirchengemeinde Bünsdorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Das Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein kümmert sich um seltene, bedrohte, heimische Wildpflanzen und will ihnen hierzulande wieder ein Zuhause geben. Die Friedhofsverwaltung und der Kirchengemeinderat freuen sich über die neuen bunten Friedhofsbewohner und haben gemeinsam schon eine kleine Fläche vorbereitet. Dort werden die Mitarbeiter der projekteigenen Arche Gärtnerei rund 300 Wildpflanzen professionell in die Erde bringen. Schon im nächsten Jahr werden die bunten Wilden farbenfrohe Tupfen auf die Baumfriedhofswiese malen.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Er ist wild, bunt und sein Geruch unverwechselbar: die Rede ist vom Wilden Thymian (Thymus pulegiodes). Diese violett-blühende Wildpflanze mit schleswig-holsteinischen Wurzeln ist nur eine von vielen wild-bunten Raritäten aus dem Projekt „Blüten Meer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Diese duftende Schönheit findet jetzt ein neues Zuhause im Schulgarten der Kaiser-Karl Schule in Itzehoe. Im Rahmen des sozialen Tages pflanzt Nora Richter-Harder, Biologie-Lehrerin mit zwei zehnten Klassen die Wildpflanzen ein und schafft so nicht nur ein buntes Fleckchen im Schulgarten, sondern auch einen reich gedeckten Tisch für Wildbienen, Honigbienen und Co.

Aufgezogen und aufgepeppelt wurden die kleinen bunten Wilden in der projekteigenen Arche Gärtnerei in Eggebek (Kreis Schleswig-Flensburg). Unter naturnahen Bedingungen ziehen die technische Leiterin Wiebke Busch und ihr Team die robusten Jungpflanzen groß und säen sie später in geeigneten Schutzgebieten wieder aus. Diese wilden wohlriechenden Exemplare bilden jetzt bunte Farbkleckse auf dem Schulhof der Kaiser-Karl-Schule in Itzehoe.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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April

Die Vögel zwitschern, die ersten Blumen öffnen ihre Blütenblätter – ja, es schreit nach Frühling da draußen. Aber pssssst! Hören Sie mal genau hin… Nichts? Richtig! Eine Sache fehlt: das ganz große Summen! Die wilden Bienen, Hummeln und Schwebfliegen in Schleswig-Holstein werden immer weniger, ihr Summen und Brummen immer leiser. Denn: sie finden kaum noch bunte Blumen, kaum noch Nektar. Damit soll in Zukunft Schluss sein! Die Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Schleswig-Holstein wollen mit ihrem Einheitlichen Landesaktionstag (ELAT) unter dem Motto „Samenspende – Blümchen für Bienchen“ am Samstag, den 8. April 2017 auf das Bienensterben in Schleswig-Holstein aufmerksam machen. Gemeinsam mit dem Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wollen sie aktiv etwas für die wilden Brummer tun. „Wir wollen die Bevölkerung nicht nur wach rütteln und mit erhobenem Zeigefinger Missstände aufzeigen, wir wollen zeigen, dass jeder Einzelne etwas gegen das Bienensterben tun kann. Das ist gar nicht schwer, kostet keine Zeit und auch kein Geld“, sagt David Benkel, Bundes-Delegierter der FÖJler in Schleswig-Holstein und Mit-Organistor des Einheitlichen Landesaktionstages.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Gleich zu Beginn der Blüh-Saison gibt’s eine kleine, violette Sensation aus dem „BlütenMeer 2020“-Projekt der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein: Die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) – früher eine echte Rarität im Land zwischen den Meeren ist zurück in Schleswig-Holstein. Bis vor wenigen Jahren war diese heimische Wildpflanze fast ausgestorben. Sie blühte nur noch an einem einzigen Standort in ganz Schleswig-Holstein, in dem kleinen Örtchen Tarp, im Kreis Schleswig-Flensburg. Dank vieler helfender Hände und der Starthilfe aus dem Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wächst sie jetzt unter anderem in der Kiesgrube Damsdorf im Kreis Segeberg und im Schäferhaus Nord im Kreis Schleswig-Flensburg.

Die heimische Seltenheit, die Gewöhnliche Küchenschelle, trägt ihren Namen, weil ihre herabhängenden Blütenblätter an ein Glöckchen oder besser noch an eine Kuhschelle erinnern. Und diese glöckchenartige, seltene, wilde Schöne hat jetzt ihren Platz in Schleswig-Holstein wieder gefunden. Ganz einfach war das nicht, erklärt Wiebke Busch, technische Leiterin der projekteigenen Arche Gärtnerei. Sie hat gemeinsam mit ihrem Team über Wochen immer wieder Samen am letzten Wild-Standort gesammelt – natürlich mit der entsprechenden Ausnahmegenehmigung. „Die Samen sind nicht alle zur gleichen Zeit reif“, sagt Wiebke Busch. „Eine charakteristische Eigenart der Wildpflanzen, die den größtmöglichen Erfolg sichert. Durch die zeitliche Streuung puffern unsere bunten Wilden auf diese Weise Risiken wie Krankheit und Trockenheit ab und sichern ihr Überleben“, so Busch weiter. Mit viel Geduld, Handarbeit und Mühe ist es ihr und ihrem Team letztlich gelungen eigenes Saatgut der Gewöhnlichen Küchenschelle zu produzieren und dieses an geeigneten Standorten in Schleswig-Holstein auszusäen.

Ziel des im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten Projekts „BlütenMeer 2020“ ist es, in den nächsten drei Jahren, nicht nur Küchenschellen mit schleswigholsteinischen Wurzeln zu retten, sondern auch die anderen, selten gewordenen heimischen Wildpflanzen. Insgesamt soll auf einer Fläche von 2500 Hektar, das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum, den wildbunten Blumenwiesen wieder ein Zuhause eingerichtet werden.Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Auch das Schleswig-Holstein Magazin berichtet: www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Die-wilde-Kuechenschelle-ist-wieder-da

Januar

wir einen Moment die Augen und gehen ein paar Jahrzehnte zurück in Richtung Norden. Genauer gesagt nach Schweden in das kleine, fiktive Örtchen Bullerbü.  Lassen wir sie vor unserem inneren Auge aufblühen oder noch besser: folgen wir Ole, Bosse, Lasse, Kerstin und Co. barfuß durch die unberührte Natur, durch die wildbunten Blumenwiesen von einst.

Sie gehörten auch in Schleswig-Holstein früher einmal zum Landschaftsbild wie das Meer und der unendliche Horizont: bunte Blumen und wilde Wiesen mit heimischen Pflanzen wie beispielsweise Klappertopf, Heide-Nelke, Tausendgüldenkraut, Teufelsabbiss und Arnika. Die immer intensivere Landnutzung hat ihnen das Leben bei uns schwer bis unmöglich gemacht – viele der bunten Wilden mit schleswigholsteinischen Wurzeln sind deshalb vom Aussterben bedroht. Bis jetzt! Seit gut drei Jahren kümmert sich das Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein um die Raritäten unter den heimischen Wildpflanzen.

Mit Erfolg! Im vergangenen Jahr hat das Projektteam um Projektleiter Dr. Christian Dolnik über 60.000 seltene Wildpflanzen in ganz Schleswig-Holstein in die Erde gebracht und zusammen mit Einsaaten und Mahdgutübertragungen gut 60 Hektar Grünland aufgewertet. „Damit haben wir unser Projektziel für das vergangenen Jahr erreicht“, bilanziert Dolnik erleichtert. Für das im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderte Projekt „BlütenMeer 2020“ habe man sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, rund 2500 Hektar aufzuwerten. Das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum. Dabei werden in etwa nur zehn Prozent der 2500 Hektar tatsächlich bepflanzt, ausbreiten müssen sich die Wildpflanzen dann von ganz alleine. Ein bisschen müsse er die Euphorie über das Geschaffte auch immer mal wieder einbremsen, fügt Dolnik hinzu, da nicht immer gewährleistet sei, dass alle Wildpflanzen sich auch in der Wildnis behaupten können.

„Wenn 70 Prozent der ausgebrachten Wildpflanzen den Winter überleben, im nächsten Jahr zur Blüte kommen und aussamen, kann man davon sprechen, dass die Maßnahme erfolgreich war“, erklärt Dolnik weiter und betont, dass das Projekt „BlütenMeer 2020“ viel ausprobiere und auch mal Rückschläge einstecken müsse. Die Wildpflanzen stehen beispielsweise ganz oben auf dem Speiseplan von Schnecken, Insekten und Rehen.

Eine weitere Erfolgs-Zahl liefert die projekteigene Arche Gärtnerei im Archepark in Eggebek, Kreis Schleswig-Flensburg. „Unser vierköpfiges Gärtner-Team hat allein in diesem Jahr 35.000 Wildpflanzen aufgezogen“, verkündet die Leiterin der Arche-Gärtnerei Wiebke Buschstolz.

Etwa 265 verschiedene Wildpflanzen-Arten sind in Schleswig-Holstein auf Wiesen und Weiden zuhause, davon sind jedoch die meisten selten geworden. Über 100 verschiedene Arten wurden bisher im Projekt „BlütenMeer 2020“ in Schleswig-Holstein gefördert.

„Jetzt drücken wir für die nächsten vier Jahre die Daumen, dass sich die seltenen heimischen Wildpflanzen schnell wieder wohl fühlen und sich in ihrer ursprünglichen Heimat erneut ausbreiten“, sagt Dolnik abschließend.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – bis März 2020 – mit zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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September

Eine wilde Schönheit mehr für den Kreis Dithmarschen: nachdem im vergangenen Jahr die Färberscharte wieder in den Kreis im Westen Schleswig-Holsteins eingezogen ist, kommt jetzt die zweite seltene Wildpflanze in ihre ursprüngliche Heimat zurück: der Gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa Pratensis) wird in der Nähe der Gemeinde Schalkholz ausgepflanzt.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein macht gemeinsame Sache mit dem „Bündnis Naturschutz in Dithmarschen e.V.“ und „Bürger in Aktion – für eine lebenswerte Eiderregion e.V.“

Viele helfende Hände packen bei dieser Auspflanzaktion mit an und bringen diese wertvolle Art professionell in den Boden. Auf etwa acht Hektar Weidelandschaft sollen rund 1000 Exemplare des Gewöhnlichen Teufelsabbiss wieder wachsen und sich im besten Fall von alleine in die Landschaft ausbreiten. Dieses Ziel verfolgt das im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderte Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein auch mit vielen anderen heimischen Wildpflanzen.

Seit mehr als zwei Jahren arbeitet das siebenköpfige Team um Projektleiter Dr. Christian Dolnik daran, daran den seltenen Wildpflanzen mit schleswig-holsteinischen Wurzeln wieder ein Zuhause im nördlichsten Bundesland zu geben. „Wir wollen mehr Blüten in Schleswig-Holstein, wir wollen mehr Blüten im Land zwischen den Meeren, wir wollen ein BlütenMeer 2020!“, sagt Dolnik. Der Rückgang der heimischen Wildpflanzen allein in den vergangenen 25 Jahren sei dramatisch, räumt der Biologe und Botaniker ein. Die immer intensivere Landnutzung vertreibe die bunten Wilden und mache es unmöglich aus eigener Kraft zurück zu kehren. Jetzt sollen sie wieder mit Sack und Pack hier einziehen. Ziel des „Blüten-Meer 2020“ ist es, in den nächsten vier Jahren auf einer Gesamtfläche von 2500 Hektar – das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum – die Lebens- und vor allem Überlebensbedingungen für die Wildpflanzen wiederherzustellen.

Eine gängige Methode um artenarme Wiesen und Weiden aufzuwerten ist die sogenannte Mahdgutübertragung. Dabei werden artenreiche Wildwiesen nach der Samenreife abgemäht und das Mahd-Gut auf den Wiesen ausgebracht, die aufgewertet werden sollen. Je nach Bedarf hilft das Team um Dolnik noch einmal nach: „Dann säen wir Wildgräser und Wildkräuter aus regionalem Saatgut mit ein“, erklärt der Experte.

Eine andere Methode im „BlütenMeer 2020“ ist die Auspflanzung von Jungpflanzen, wie den „Gewöhnlichen Teufelsabbiss“. Diese und viele andere werden in der projekteigenen „Arche Gärtnerei“ aufgezogen und aufgeppelt. Wiebke Busch, staatlich geprüfte Landwirtin, Gärtnerin und Leiterin der Arche Gärtnerei kümmert sich mit ihrem Team um die stark bedrohten Pflanzenarten. Die Arbeit für die „bunten Wilden“ fängt beim Samensammeln an, geht über das Großziehen von Arnika, Küchenschelle, Wiesenschlüsselblume, Gewöhnlicher Teufelsabbiss und Co. bis hin zum Auspflanzen. Aus einer Handvoll Pulsatilla-Saat oder der Saat von Rauem Löwenzahn ziehen sie robuste Jungpflanzen unter naturnahen Bedingungen groß. Damit leistet die Archegärtnerei einen großen Beitrag im Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von fünf Jahren –bis März 2020 – mit zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.

Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Juni

Es ist ein bisschen wie der Blick hinter die Kulissen, der Blick hinter den Theater-Vorhang:
absolut selten und exklusiv! Der Archepark in Eggebek, früher ein hoch abgesichertes Munitionsdepot der Bundeswehr, öffnet im neuen Gewand als schillerndes Naturjuwel, einen ganzen Tag lang seine Tore. Statt „Betreten verboten!“ heißt es am 10. Juli von 11 bis 17 Uhr „Betreten unbedingt erwünscht!“ Familien, Projektinteressierte, Naturschützer und all die, die es noch werden wollen, sind herzlich eingeladen einen ganzen Sonntag lang einzutauchen ins „BlütenMeer 2020“.
Seit gut zwei Jahren kümmern sich Wiebke Busch und ihr dreiköpfiges Team in der Archegärtnerei im Archepark um absolut seltene aber in Schleswig-Holstein früher einmal heimische Wildpflanzen. Jetzt bekommen Sie die einmalige Chance Ihnen in der Arche Gärtnerei über die Schulter zu gucken oder im Archepark selbst auf die Suche nach den schon ausgewilderten Exemplaren zu gehen.

Doch es geht nicht nur um die bunten Wilden, die dort ganz friedlich vor sich hin wachsen: die Besucher können sich auf Angler-Sattelschweine und ihren quiekenden Nachwuchs freuen, auf meckernde Ziegen und einen Esel-Spaziergang durch das riesige Areal am Treenetal. Außerdem wird gekeschert, was die Gewässer des Archeparks zum Beobachten und Anfassen so hergeben. Der Angelsportverein ASV Jübek zeigt seine seltenen heimischen Fische und Muscheln. Außerdem können die kleinen und großen Besucher auch immer mal wieder abhängen und baumelnd die unberührte Natur genießen: im gesamten Archepark hängen Hängematten zum chillen bereit.

Shopping-Gelüste UND Hunger dürfen auch mit! Der große Regional-Markt bietet: regionale Wurst & Käse & Honig, Bioland-Kräuter und Stauden, selbst gemachten Honig. Zum Sattwerden gibt es Bio-Bratwurst, Bio-Frikadellen & Bio-Pommes. Und auch Kaffee & Kuchen & Vegan-Snacks.

Sonntag, 10. Juli 2016 von 11 bis 17 Uhr
im Archepark Eggebek

Anreise:

über die L 247 zwischen Eggebek und Kleinjörl, vom Ortsausgang Eggebek Richtung Kleinjörl auf der Hauptstraße nach 1 km hinter dem Hof der Familie Vahrenkamp links abbiegen und bis zum Ende des Weges durchfahren.

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April

„Hokuspokus streckt der Krokus seine Nase schon ans Licht“… heißt es in einem Frühlings-Kinderlied. Eine ganz andere wilde Rarität mit schleswig-holsteinischen Wurzeln streckt jetzt ihren Kopf in Richtung Sonne: die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris). Bis vor wenigen Jahren gab es diese heimische Wildpflanze nur noch an einem einzigen Standort in ganz Schleswig-Holstein. Sie wuchs einsam und verlassen in der Nähe des kleinen Örtchens Tarp, Kreis Schleswig-Flensburg. Jetzt blühen ihre purpurfarbenen Blütenblätter auch an vielen verschiedenen Plätzen im Schäferhaus Nord. Damit ist dem Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein eine kleine Sensation gelungen:

Die heimische Seltenheit, Küchenschelle, ist wieder angesiedelt. Dazu hat das Team um die technische Leiterin Wiebke Busch wochenlang immer wieder Samen am letzten Wild-Standort gesammelt – natürlich mit der entsprechenden Ausnahmegenehmigung. „Da muss man tatsächlich, und das ist eine echte Herausforderung, über Wochen dran bleiben, denn die Samen sind nicht alle zur gleichen Zeit reif“, erklärt Wiebke Busch. Eine charakteristische Eigenart der Wildpflanzen, die den größtmöglichen Erfolg sichert. „Durch die zeitliche Streuung puffern unsere bunten Wilden auf diese Weise Risiken wie Krankheit und Trockenheit ab und sichern ihr Überleben“, so Busch weiter.

Wie und wo sie das im Schäferhaus Nord geschafft haben, zeigt das „BlütenMeer 2020“-Team bei seiner kleinen Wild-Safari kreuz und quer durchs Gelände. Heute ab 11 Uhr gibt’s mit Glück auch grasende Wildpferde zu sehen. Und ab und zu wird die stille, friedliche Idylle durch das laute Motorengeräusch eines Panzers durchbrochen. Denn ein Teil dieser wundervollen Natur-Oase wird auch noch als Panzer-Teststrecke benutzt.

Ziel des im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten Projekts „BlütenMeer 2020“ ist es, in den nächsten vier Jahren, nicht nur Küchenschellen mit schleswig-holsteinischen Wurzeln zu retten, sondern auch die anderen, selten gewordenen heimische Wildpflanzen. Insgesamt soll auf einer Fläche von 2500 Hektar, das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum, den wildbunten Blumenwiesen wieder ein Zuhause eingerichtet werden.

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Es ist wieder soweit: die Draußen-Saison ist eröffnet, die Natur erwacht zu neuem Leben und will entdeckt werden. Wir von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein laden Sie – wie jedes Jahr – von April bis September ein, mit uns zusammen ausgefallene Abenteuer-Ausflüge zu machen. Unsere „Extratouren ins Stiftungsland“: Jedes Mal steht eine andere Perle des Stiftungslands im Mittelpunkt.

Zum Auftakt der diesjährigen Saison am Freitag, 15. April, um 15 Uhr geht es ins „BlütenMeer 2020“- zur Arche Gärtnerei im Archepark Eggebek, Kreis Schleswig-Flensburg. Dort werfen wir einen exklusiven Blick über die Schulter der Arche Gärtner und sehen zu, wie diese seltene heimische Wildblumen und -kräuter züchten und auspflanzen.

Motto der Extratour: „Wildblumen und Wildkräuter: Schleswig-Holstein wird zum Blütenmeer“. Eine unserer bunten Wilden, die blühende Küchenschelle, können Sie dann sogar live und Open-Air bewundern. Sie wächst und blüht seit dem vergangenen Jahr im Archepark.

Nicht vergessen: festes Schuhwerk oder Gummistiefel. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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März

Was Detlev Buck für Bibi & Tina ist, sind die Satruper Mädels von „TatsächlichAbgedreht-Production“ für das „BlütenMeer 2020“-Projekt. Die 13 Abiturientinnen des Bernstorff-Gymnasiums in Satrup (Kreis Schleswig-Flensburg) haben im vergangenen Jahr die wildbunten Schleswig-Holsteiner filmisch in Szene gesetzt. Mit den wild-bunten Schleswig-Holsteinern sind in diesem Fall allerdings keine Pferde gemeint, sondern seltene und bedrohte Wildpflanzen aus Schleswig-Holstein. Dazu gehören, unter anderem, Arnika, Klappertopf, Tausendgüldenkraut und Küchenschelle. Sie alle sollen mit Hilfe des Projekts „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wieder ein Zuhause finden im Land zwischen den Meeren. Und nicht nur im Projekt selbst spielen sie DIE Hauptrolle – jetzt flimmern sie auch in Liebesfilm und Agenten-Thriller über die Leinwand und durchs Netz.

Die Jungfilmerinnen blicken auf ein bewegendes Jahr zurück: angefangen bei der Einführung in die Kameratechnik über zahllose Drehtage bis hin zu vielen Über-Nacht-Aktionen am Schnittplatz. Unterstützt und begleitet wurden sie dabei vom Videokünstler Jobst von Berg, ihrem Klassenlehrer Jürgen Cordes und Marcus Noll, Lehrer für Darstellendes Spiel. Jetzt ist es endlich soweit und die Filme sind bereit für die ganz große Bühne. Zum allerersten Mal hebt sich der Vorhang und es heißt: „Film ab!“ fürs „BlütenMeer 2020“. Vorgestellt werden die drei- bis fünfminütigen Clips im Kieler Landeshaus. Danach sollen die Kurzfilme auch von der Projekt-Homepage www.bluetenmeer2020.de und dem „Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein“-YouTube-Kanal ausschwärmen ins Netz.

„Wir vom Projektteam sind sehr stolz auf diese absolut kreativen Leistungen der Schülerinnen. Damit gehen wir einen und mehr Schritte auf die jungen Leute zu, erreichen diese auf ihrer Kommunikationsebene und können sie mit Glück für den Naturschutz oder wenigstens für die Rettung der Wildblumen gewinnen“, sagt Dr. Christian Dolnik, Projektleiter im „BlütenMeer 2020“ bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von fünf Jahren – bis März 2020 – mit zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Bunte Blumen, wilden Wiesen, prächtige Blüten – früher gehörten Wildpflanzen mit schleswig holsteinischen Wurzeln zum Landschaftsbild zwischen den Meeren. Heute muss man sie suchen. Sie sind äußerst selten geworden. Nur noch in wenigen Ecken des Landes findet man diese Jahrhunderte alte Errungenschaft der Natur: die artenreiche Wildblumenwiese. „Der Rückgang von seltenen Wildblumen und Wildpflanzen hierzulande ist alarmierend hoch“, warnt Christian Dolnik, Biologe bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Allein in den letzten 25 Jahren habe das nördlichste Bundesland - unter anderem auch durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung - im bundesweiten Vergleich die größten Verluste hinnehmen müssen. Diese dramatische Entwicklung will die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein jetzt stoppen! Mit ihrem gerade gestarteten Projekt „BlütenMeer 2020“ will sie den heimischen Wildblumen und Wildpflanzen wieder ein zu Hause geben.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird in den nächsten vier Jahren – also bis März 2020 – mit zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt ebenfalls von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

Projektsteckbrief

Ziel:
In den nächsten vier Jahren sollen auf einer Gesamtfläche von 2500 Hektar – das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum (2000 ha) – die Le bens- und Überlebensbedingungen für die standortheimischen Wildlbumen und Wildpflanzen wiederhergestellt werden. Das soll vor allem auf den heute weitgehend wieder extensiven Wiese- und Weideflächen Schleswig-Holsteins passieren.

Umsetzung:
Es werden nicht etwa die 2500 Hektar bearbeitet, sondern nur Teilflächen – in etwa 250 ha – der Feuchtwiesen, Trockenrasen und Heide (10%). Der Projektleiter Christian Dolnik und sein Team gehen davon aus, dass sich die Arten dann aus eigener Kraft auf die gesamte Fläche ausbreiten, da es ja ihr ursprünglicher und natürlicher Lebensraum ist.

Projektgebiete:
Projektgebiete sind Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der öffentlichen Hand sowie weiterer Partner.

Beispiel-Gebiete:
Echte Vorzeige-Wiesen mit noch reichlich einheimischen Wildblumen und Wildpflanzen sind das „Stiftungsland Schäferhaus“ in Flensburg und der Bundeswehr-Standort Putlos in Ostholstein. Durch die jahrzehntelange, militärische Nutzung bestand dort kein Interesse die Wiesen zu düngen oder zu spritzen. Deshalb dienen diese Wiesen als Spender für Flächen, die nur grün, wenig bunt und schon gar nicht vielfältig sind. (artenarme Wiesen)

Maßnahmen/Methoden:
Eine erprobte Methode zur Aufwertung artenarmer Wiesen und Weiden ist die Mahdgutübertragung. Wiesen mit vielen verschiedenen Wildpflanzen werden nach der Samenreife abgemäht und auf den Wiesen, die aufgewertet werden sollen eingesät. Da es in Schleswig-Holstein nicht mehr ausreichend Spenderwiesen bzw. -flächen (artenreiche Wiesen und Weiden) gibt, reicht die Mahdgutübertragung als alleinige Maßnahme nicht aus. Deshalb werden zum Mahdgut zusätzlich noch Samen von Wildgräsern und Wildpflanzen mit eingesät.

Dieser Einsatz von Regiosaatgut ist eine weitere erprobte Methode. Allerdings handelt es sich dabei um Basis-Saatgut mit Arten, die ein relativ großes Verbreitungsgebiet haben. Wertgebende, seltene und vom Aussterben bedrohte Arten mit ganz bestimmten Bedürfnissen, also mit naturräumlich enger Einnischung, sind nicht darunter.

Archegärtnerei
Zur Schließung dieser Lücke soll die eigens für das Projekt eingerichtete Archegärtnerei im Archepark in Eggebek dienen. Dort sollen besonders seltene, bedrohte Pflanzen die früher einmal ihr Zuhause in der Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins hatten, vermehrt werden. Unter naturnahen Bedingungen ziehen die technische Leiterin Wiebke Busch und ihr Team die robusten Jungpflanzen groß und säen sie später in geeigneten Schutzgebieten wieder aus.

Die Bündelung bekannter Methoden, wie Mahdgutübertragung und Einsatz von Regiosaatgut, wird unterstützt durch neue Maßnahmen wie die gezielte Vermehrung wertgebender Einzelarten (Archegärtnerei).

Seltene Wildpflanzen (Beispiele):

Heide-Nelke, Klappertopf, Wiesen-Margerite, Teufelsabbiss, Tausendgüldenkraut, Gewöhnliche Küchenschelle, Arnika, Nickende Distel

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Februar

Von Satrup über Kiel, Hamburg, Berlin bis nach Hollywood – diesen Traum haben jetzt sicher einige der Mädels und Jungs der Klasse 11b des Bernstorff-Gymnasiums in Satrup. Sie bilden die Filmwerkstatt im Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Und ihr Auftrag ist es die Projektinhalte kreativ in Szene zu setzen und damit eine junge Zielgruppe anzusprechen und diese für die Arbeit der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu begeistern. Damit da aber nicht nur verwackelte Amateur-Clips mit schlechtem Ton und schiefem Bild produziert werden, waren sie drei Tage lang in der „Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg“ untergebracht und haben dort intensiv an Kameras und Notebooks gearbeitet.

Jugendbildungsreferent Ingo Mertins und der erfahrene Kieler Kameramann und Schauspieler Torben Sachert haben den Schülerinnen und Schülern wichtige Impulse gegeben und die Tricks und Kniffe für einen gelungenen Film gezeigt. Dazu gehörten vor allem das Vermitteln eines reibungslosen Drehablaufs mit genügend Kameravorlauf, Proben ohne Kameras und den richtigen Einstellungen. Auch Kamera- und Schnitttechnik standen auf dem Stundenplan. In erster Linie haben die jungen Leute aber jede Menge Praxiserfahrung gemacht und nach nicht einmal drei Tagen konnten die 16 bis 17 Jährigen ihre ersten Filmwerke präsentieren. Viel Applaus und Lob ernteten sie für diese vorzeigbaren Ergebnisse. „Hier auf dem Scheersberg ging es erst einmal nicht um die Projektinhalte, sondern um das Handwerkszeug, dass die Jugendlichen brauchen, um mit viel Leidenschaft, Engagement und tollen Ideen vorzeigbare Kurzfilme zu produzieren“, erklärte Ingo Mertins vom Scheersberg. Das Motto lautete dort also: „Auf dem Scheersberg zum Spielberg“!

Und das Feedback von Lehrern und SchülerInnen war durchweg positiv. „Die jungen Leute haben hier viel Input zur Kameraführung und zum Schnitt bekommen und deutlich an Respekt vor Filmemachern gewonnen. Die brennen jetzt richtig für ihr eigenes kleines Filmprojekt“, sagt Marcus Noll, Lehrer für Darstellendes Spiel, der die Filmwerkstatt am Bernstorff-Gymnasium leitet.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Oktober

Sandkasten, Rutsche und Schaukel müssen jetzt im Garten der Kita Eggebek enger zusammen rücken. Denn mitten zwischen den Spielgeräten wird jetzt Platz geschaffen für die wilden Schleswig- Holsteiner. Mit Sack und Pack ziehen verschiedene, heimische Wildpflanzen wie Wiesenflockenblume, Heidenelke und Bergsandglöckchen in den Kinder-Garten ein.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz kümmert sich um die bedrohten, heimischen Wildpflanzen und möchte ihnen hier bei uns im nördlichsten Bundesland wieder ein Zuhause geben. Große Unterstützung bekommt das sechsköpfige Projektteam um Projektleiter Dr. Christian Dolnik von den kleinen Helfern aus der Kita Eggebek im Kreis Schleswig-Flensburg. Die Fünfbis Sechsjährigen und ihre Erzieherinnen Monika Leisner und Nina Davids haben im Frühjahr in der projekteigenen Archegärtnerei Eggebek die Wildblumensamen in kleine Töpfe gesät. Jetzt sind die bunten Wilden groß genug, um auch im eigenen Beet zu überleben. „Die Kinder freuen sich riesig, dass die Wildblumen jetzt aus dem Topf in unseren Garten kommen und sie sich hier um die wilden Schleswig-Holsteiner kümmern dürfen“; sagt Erzieherin Nina Davids.

Voller Tatendrang haben die 19 Kids sich Harke und Schäufelchen gegriffen und gemeinsam mit Leiterin der Archegärtnerei Wiebke Busch und ihrem Mitarbeiter Jörg Klinker ihre eigens eingesäten Pflänzchen in die Erde gebracht. Jetzt dürfen Heidenelke und Co. in der freien Wildbahn vor sich hin wachsen, gedeihen und im Frühjahr auch blühen! Jetzt hat der Kindergarten ein paar ganz eigene wilde Quadratmeter. Gesponsort wurde das Beet übrigends von der Gemeinde Eggebek.

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September

Raue Nordseeluft, kilometerlange Deiche und eine lange Kohltradition gehören zum Kreis Dithmarschen wie die unendliche Weite. Aber neben dem prominenten Gemüse fühlt sich auch ein hübsches violettfarbenes Pflänzchen sehr wohl in Dithmarschen: die Färber-Scharte (Serratula tinctoria). Diese heimische Wildpflanze mag es gerne feucht um die Füße und besonders in jungen Jahren, warm um den Kopf und die Blütenblätter. Diese einzigartige Kombination findet sie fast ausschließlich im Kreis Dithmarschen. Früher war sie dort überall zu finden, heute muss man sie suchen. Nur noch sehr selten entdeckt man die schöne Wilde. Das soll sich jetzt ändern. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein krempelt im Rahmen des Projekts „BlütenMeer 2020“ gemeinsam mit dem Bündnis für Naturschutz Dithmarschen e.V. die Ärmel hoch und bringt heute rund 2.000 Färber-Scharten in die Erde.

Zwanzig helfende Hände packen mit an und bringen so diese wertvolle Art professionell in den Boden. Auf etwa drei Hektar Moorwiese in Windbergen sollen die Färber-Scharten dann wachsen und sich im besten Fall von alleine in die Landschaft ausbreiten. „Ich freue mich sehr, dass wir der Färber-Scharte wieder einen Platz in ihrer alten Heimat einrichten und damit Teil eines Blütenmeers werden, das ganz Schleswig-Holstein wieder wilder und bunter machen soll“, sagt Dr. Antje Tittebrand vom Bündnis für Naturschutz Dithmarschen e.V. .

Projektleiter Dr. Christian Dolnik und sein sechsköpfiges Team wollen mit dem Projekt „BlütenMeer 2020“ vielen anderen, seltenen, heimischen Wildpflanzen wieder ein Zuhause geben, im Land zwischen den Meeren. In den nächsten fünf Jahren soll es auf einer Gesamtfläche von 2500 Hektar – das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum – wieder bunter und heimischer zugehen.

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Ab jetzt wird’s bunt auf dem Golfplatz in Wensin – zumindest zwischen den Spielbahnen. Die sogenannten Roughs werden heute mit rosa, rot und violett-blühenden, heimischen Wildpflanzen ausgestattet. Moschus-Malve, Tausendgüldenkraut, Heide-Nelke, Wiesen-Margerite und viele andere Wildpflanzen werden im Rahmen des Projekts „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein auf dem 18-Loch-Platz verpflanzt. Die Roughs eignen sich hervorragend als Pflanz-Flächen, da sie nur zwei Mal pro Jahr gemäht werden – exakt die Menge, die die wilden Schleswig-Holsteinerinnen mit den pink, rosa und violetten Blüten vertragen können.

Headgreenkeeper Uwe Sievers ist begeistert von den vielen Farbtupfern, die es jetzt auf dem Golfplatz in Wensin gibt: „Wir freuen uns aber nicht nur über so viele freundliche Farben, sondern vielmehr noch darüber etwas für die Natur in Schleswig-Holstein tun zu können. Wir möchten, dass unsere Golfer sehen, wie wild und bunt die Wiesen in Schleswig-Holstein einmal waren“, sagt er. Keine Frage also, dass er sich selbst um die heimischen Gewächse kümmert. „Da es sich um einheimische Wildpflanzen handelt, brauchen sie nicht allzu viel Pflege. Sie sind an die Wetter- und Witterungsbedingungen angepasst“, erklärt Projektleiter Dr. Christian Dolnik.

Er und sein sechsköpfiges Team wollen in den nächsten fünf Jahren dafür sorgen, dass das Land zwischen den Meeren wieder viele wildbunte Blumenwiesen mit heimischen Wildpflanzen bekommt. Auf einer Gesamtfläche von 2500 Hektar, das enstpricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum, werden landesweit überall bunte Pflänzchen angesiedelt. In der Hoffnung, dass sie sich mit der Zeit von allein wieder in Schleswig-Holstein ausbreiten. Angezogen und vermehrt werden die oftmals auch bedrohten Arten in der projekteigenen „Archegärtnerei“ im Archepark in Eggebek (Kreis Schleswig-Flensburg).

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Juli

Wild und bunt und schön blüht es derzeit auf dem Deich in Kellenhusen, Kreis Ostholstein. Diese farbenfrohe Blumen- und Gräserwiese soll jetzt im Rahmen des Projekts „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein „geklont“ werden und eine Schwesterwiese im Seegruber Koog bekommen. Damit das gelingt, wird es höchste Zeit Margerite, Zwerg-Klee, Zick-Zack-Klee und Goldhafer jetzt abzumähen. Die Wildpflanzen und Wildgräser stehen nämlich kurz vor der Aussamung. Macht man sie in diesen Tagen eine Blüte kürzer und bringt das frische Mahdgut auf eine geeignete andere Wiese, wie den Seegruber Koog, klappt es mit der Ausbreitung der wildbunten Blumenwiese.  Die sogenannte Mahdgutübertragung ist eine bewährte Methode, um Grünland mit wenig verschiedenen Arten aufzuwerten“, erklärt Christian Dolnik, Projektleiter vom „BlütenMeer
2020“.

Seit gestern früh um fünf Uhr ertönen laute Mäh-Geräusche vom Deich in Kellenhusen. Auf der Wasserseite wird der Deich auf einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometern mit einem Kreiselmäher abgemäht. Auf der steilen Innenseite kommt ein Mähkorb zum Einsatz. „Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das wertvolle Mahdgut nicht verloren geht und wir ein Stück wildbunte Blumenwiese in Schleswig-Holstein erhalten und vermehren“, erklärt Christian Dolnik weiter.

Insgesamt werden mit dem Mahdgut vom Deich in Kellenhusen rund zwei Hektar im Seegruber Koog aufgewertet. Abgestimmt ist diese Maßnahme mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN-SH).

Ziel des Projekts „BlütenMeer 2020“ ist es innerhalb der nächsten Jahre – bis März 2020 – eine Gesamtfläche von 2500 Hektar – das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum – blütenbunt aufzuwerten. Früher gehörten die bunten Wildpflanzen-Wiesen, wie diese auf dem Deich in Kellenhusen, zum Landschaftsbild Schleswig-Holsteins wie das Meer. Heute muss man sie suchen, diese jahrhundertealte Errungenschaft der Natur. „Der Rückgang von seltenen Wildpflanzen hierzulande ist alarmierend hoch“, warnt der Biologe Dolnik. Allein in den letzten 25 Jahren habe das nördlichste Bundesland – unter anderem auch durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung – im bundesweiten Vergleich die größten Verluste hinnehmen müssen. „Wir wollen den Wildpflanzen mit schleswig-holsteinischen Wurzeln in den nächsten sechs Jahren wieder ein Stückchen Erde zurückgeben. Wir wollen mehr Blüten in Schleswig-Holstein. Wir wollen mehr Blüten im Land zwischen den Meeren. Wir wollen ein „BlütenMeer 2020“, sagt Dolnik.

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Februar

Sie mögen es fettarm, ohne Zucker und mit reichlich Kräutern verfeinert – Pferde sind anspruchsvolle Feinschmecker. Ihre Lieblingsspeise sind wohlschmeckende Wildgräser und Wildkräuter. Über Jahrhunderte haben die schlanken, edlen Hufträger nämlich gelernt sich aus dem reichhaltigen, bunt blühenden Wildpflanzen-Angebot das ganze Jahr über, genau das heraus zu suchen, was sie zum Satt-Werden und Fit-Bleiben brauchen.

Dramatische Verluste von Wildblumenwiesen

Doch es gibt immer weniger wildbunte Blumenwiesen in Schleswig-Holstein. „Der Rückgang von seltenen Wildgräsern und Wildblumen hierzulande ist alarmierend hoch“, sagt Dr. Christian Dolnik, Biologe bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Allein in den letzten 25 Jahren habe unser Land – unter anderem auch durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung – im bundesweiten Vergleich – die größten Verluste hinnehmen müssen. Die, auch von den Pferden, so geliebten und bestens verträglichen Wildblumen-Wiesen sind mit den Jahren zu artenarmen Grünland mit Hochleistungsgräsern geworden. Denn die schwarz- oder rot-bunten Hochleistungssportlerinnen auf dem Gebiet der Milchproduktion benötigen eiweißreiche Powergräser als geeignetes Futter.

Powergräser machen Rinder stark und Pferde krank

Während die Powergräser beim Milchvieh zu literweise Bestleistungen führen, liegen sie den Pferden nicht nur sprichwörtlich schwer im Magen. Ihr Verdauungsapparat verlangt nach langsamen, dafür aber ständigem Nachschub. Verspeisen sie also ausschließlich zucker- und eiweißhaltige Gräser, werden sie, wie wir Menschen auch, wenn wir zu viel Zucker zu uns nehmen, fett und krank. „In den letzten zehn Jahren haben ernährungsbedingte Wohlstandskrankheiten bei Pferden rasant zugenommen“; sagt Hanno Pilartz, seit über 30 Jahren selbständiger Pferdehalter und engagiert bei der Vereinigung Freizeitreiter- und fahrer in Deutschland (VFD) für artenreiches pferdefreundliches Grünland. Mehr Wildblumen im Land zwischen den Meeren Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein will mit ihrem Projekt „BlütenMeer 2020“ den Rückgang der Wildblumenwiesen im nördlichsten Bundesland stoppen und mehr noch: sie will für mehr Wildkräuter und Wildgräser im Land zwischen den Meeren sorgen. Und damit letztlich auch wieder für mehr Vielfalt auf dem Speiseplan der Pferde. Auf einer Fläche von insgesamt 2500 Hektar – das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum – wollen Dr. Christian Dolnik und sein sechsköpfiges Team in den kommenden fünf Jahren dafür sorgen, dass sich Wiesen-Margerite, Wolliges Honiggras, Spitzwegerich, Wiesenschwingel, Arnika, Gemeine Küchenschelle und Co. hier in Schleswig-Holstein wieder wohl fühlen. Ziel des Projekts ist es, die Lebens- und vor allem die Überlebensbedingungen für die früher einmal häufig vorkommenden Wildblumen und Wildpflanzen wiederherzustellen. Das soll vor allem auf den vorhandenen extensiven Wiesen- und Weidflächen in Schleswig-Holstein passieren. Gerne gewinnen wir auch Sie für unser Projekt „BlütenMeer2020“. Sollten Sie Interesse an einer kostenlosen Aufwertung ihrer Wiesen, Weiden oder Koppeln haben, melden Sie sich bei uns, der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein (Ansprechpartner Projektleiter Dr. Christian Dolnik, Tel.: 0431/2109057) oder bei der Artenagentur Schleswig-Holstein (Ansprechpartner Detlev Finke, Tel.: 04347/9093885).

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Ziel:
In den nächsten sechs Jahren sollen auf einer Gesamtfläche von 2500 Hektar – das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum (2000 ha) – die Lebensund Überlebensbedingungen für die standortheimischen Wildblumen und Wildpflanzen wiederhergestellt werden. Das soll vor allem auf den heute weitgehend wieder extensiven Wiese- und Weideflächen Schleswig-Holsteins passieren.

Umsetzung:
Es werden nicht etwa die 2500 Hektar bearbeitet, sondern nur Teilflächen – in etwa 250 ha – der Feuchtwiesen, Trockenrasen und Heide (10%). Der Projektleiter Christian Dolnik und sein Team gehen davon aus, dass sich die Arten dann aus eigener Kraft auf die gesamte Fläche ausbreiten, da es ja ihr ursprünglicher und natürlicher Lebensraum ist.

Projektgebiete:
Projektgebiete sind Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der öffentlichen Hand sowie weiterer Partner.

Beispiel-Gebiete:
Echte Vorzeige-Wiesen mit noch reichlich einheimischen Wildblumen und Wildpflanzen sind das „Stiftungsland Schäferhaus“ in Flensburg und der Bundeswehr-Standort Putlos in Ostholstein. Durch die jahrzehntelange, militärische Nutzung bestand dort kein Interesse die Wiesen zu düngen oder zu spritzen. Deshalb dienen diese Wiesen als Spender für Flächen, die nur grün, wenig bunt und schon gar nicht vielfältig sind. (artenarme Wiesen)

Maßnahmen/Methoden:

Eine erprobte Methode zur Aufwertung artenarmer Wiesen und Weiden ist die Mahdgutübertragung. Wiesen mit vielen verschiedenen Wildpflanzen werden nach der Samenreife abgemäht und auf den Wiesen, die aufgewertet werden sollen eingesät. Da es in Schleswig-Holstein nicht mehr ausreichend Spenderwiesen bzw. -flächen (artenreiche Wiesen und Weiden) gibt, reicht die Mahdgutübertragung als alleinige Maßnahme nicht aus. Deshalb werden zum Mahdgut zusätzlich noch Samen von Wildgräsern und Wildpflanzen mit eingesät.

Dieser Einsatz von Regiosaatgut ist eine weitere erprobte Methode. Allerdings handelt es sich dabei um Basis-Saatgut mit Arten, die ein relativ großes Verbreitungsgebiet haben. Wertgebende, seltene und vom Aussterben bedrohte Arten mit ganz bestimmten Bedürfnissen, also mit naturräumlich enger Einnischung, sind nicht darunter. Zur Schließung dieser Lücke soll die eigens für das Projekt eingerichtete Archegärtnerei im Archepark in Eggebek dienen. Dort sollen besonders seltene, bedrohte Pflanzen die früher einmal ihr Zuhause in der Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins hatten, vermehrt werden. Unter naturnahen Bedingungen ziehen die technische Leiterin Wiebke Busch und ihr Team die robusten Jungpflanzen groß und säen sie später in geeigneten Schutzgebieten wieder aus.

Seltene Wildpflanzen (Beispiele):
Wiesen-Margerite, Teufelsabbiss, Wilder Thymian, Tausendgüldenkraut,

Archegärtnerei:
Gewöhnliche Küchenschelle, Arnika bzw. Bergwohlverleih, Breitblättriges Knabenkraut, Streifenklee usw.

Projektdetails:
Laufzeit: vom 01.04.2014 bis 31.03.2020
Finanzvolumen: ca. 4,5 Mio. Euro
Projektträger: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Fördergeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Kreis Dithmarschen, Kreis
Schleswig-Flensburg
Projektleiter: Dr. Christian Dolnik (Diplom-Biologe und Botaniker)
Projektteam: Christian Lange, Projektassistent, Jana Schmidt (Campaignerin, PR & Öffentlichkeitsarbeit)
Wiebke Busch (technische Leiterin der Archegärtnerei), Jörg Klinker (Mitarbeiter Archegärtnerei), Angela Neumann (Mitarbeiterin Archegärtnerei), Christiane Voss (Mitarbeiterin der Archegärtnerei)

Kooperationspartner:
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Untere und obere Naturschutzbehörden sowie weitere Fachbehörden der Kreise, Artenagentur im Deutschen Verband für Landschaftspflege, Flächenpächter der Stiftung Naturschutz und weitere Flächeneigentümer, Verbände und Vereine, Regiosaatgutproduzenten, Bildungseinrichtungen

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