Eine Zukunft für unsere
bunten Wilden

Wildbunte Blumenwiesen und -weiden soweit das Auge reicht: das Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein bringt Arnika, Tausendgüldenkraut, Heide-Nelke und viele andere zurück ins Land zwischen den Meeren.

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Entwicklungshelfer für die
Wildblumen

Damit sich unsere heimischen Wildpflanzen wieder ausbreiten und erblühen können, muss ihnen ordentlich unter die Arme gegriffen werden. Durch gezielte Vermehrung, Ansaat und Pflanzung bringen wir den Artenreichtum zurück.
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Gemeinsam heben wir
den Blütenschatz

Unser BlütenMeer-Team und die ArcheGärtnerei Eggebek arbeiten gemeinsam daran, Schleswig-Holstein wieder bunter zu machen. Informieren Sie sich über unsere Arbeit.

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Mahdgutübertragung und Regio-Saatgut – Theorie und Praxistagung für blütenbunte Wiese mit flatternden Schönheiten

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Einmal im Jahr heißt es im Archepark in Eggebek „Betreten erwünscht!“ Dann lädt das Projekt „BlütenMeer 2020“ Groß und Klein zum Tag der offenen Tür...

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Die Wiesenschlüsselblume, auch "Primula veris" genannt, bedeutet übersetzt die „Erste im Frühling“.

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Theorie und Praxis-Tagung zur Mahdgutübertragung und Regio-Saatgut am 14. Juni in der Akademie Sankelmark

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Der erste Star aus dem „BlütenMeer 2020“ öffnet seine Blütenblätter: die Küchenschelle

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Sie sind endlich wieder da! Die zweite Auflage der Samentütchen „Zum Wild-Werden“ aus dem Projekt „BlütenMeer 2020“.

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Hollywood wir kommen...! Filmwerkstatt des „BlütenMeer 2020“ lernt Tricks und Kniffe an der Kamera

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Es wird immer bunter und wilder im Land – das Projekt „BlütenMeer 2020“ zieht eine absolut positive Jahresbilanz 2016

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Die Hohe Schlüsselblume ist umgezogen: von der Arche Gärtnerei in Eggebek in den Schulgarten des Bernstorff-Gymnasiums in Satrup.

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Arnika

Die Arnika ist weithin bekannt, besonders als Heilpflanze. Daher rührt auch ihr anderer Name: „Wohlverleih“. Sie bringt nicht nur unseren Kreislauf in Schwung, sondern ist auch für viele Insekten wie Schmetterlinge besonders attraktiv. Dass sie auch in Schleswig-Holstein zum Beispiel in Heidelebensräumen vorkommt, ist vielen gar nicht bewusst. Die Art ist bei uns vom Aussterben bedroht und wird deshalb gezielt in der Archegärtnerei Eggebek vermehrt.

Gewöhnliche Küchenschelle

Als einer der prächtigsten Frühlingsboten auf nährstoffarmen und sandigen Böden begeistert die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) im April mit ihren tief-violetten Blüten und fransigen Samen. Nur leider ist sie in Schleswig-Holstein nicht mehr „gewöhnlich“, sondern extrem selten und vom Aussterben bedroht. Das Projekt „BlütenMeer 2020“ vermehrt diese Art und auch die Wiesen-Küchenschelle (P. pratensis) gezielt in der Archegärtnerei Eggebek.

Heide-Nelke

Erst am Ende des Frühsommers kommen die zarten violetten Blüten der Heide-Nelke (Dianthus deltoides) hervor und bestechen neben Wildbienen und Faltern auch die menschlichen Besucher. Die stark gefährdete und seltene Art kommt in Schleswig-Holstein am häufigsten auf Sandtrockenrasen und Heiden der Geest vor. Bei ihrer gezielten Vermehrung ist besonders darauf zu achten, keine Zuchtformen einzubringen, da diese Art auch als Gartenpflanze sehr beliebt ist.

Klappertopf

Hier und da klappert es noch auf extensiv genutzten Wiesen und Weiden in Schleswig-Holstein. Der Große Klappertopf (Rhinanthus serotinus) und Kleine Klappertopf (Rhinanthus minor), dessen reife Samen in den Fruchtständen klappern („Rasselblume“), war früher auf Heuwiesen weit verbreitet. Als Halbschmarotzer kann er über spezielle Wurzeln die Wurzelsysteme andere Wiesenpflanzen anzapfen, besonders von Gräsern und Kleearten. Durch die Schwächung starkwüchsiger Gräser wird gleichzeitig eine größere Artenvielfalt an Kräutern gefördert. Der Klappertopf ist Teil der Regio+-Saatgutmischung, die landesweit verwendet werden kann.

Teufels- Abbiss

Hat der Teufel an dieser Blume geknabbert? Die von unten her abfaulenden Wurzeln des Teufels-Abbisses (Succisa pratensis) geben zumindest einen Hinweis auf die Herkunft des Namens dieser beeindruckenden Pflanze. Sie wächst am liebsten in feuchten Wiesen und Weiden und leidet besonders unter Entwässerung und Nährstoffeinträgen. Das Projekt „BlütenMeer 2020“ setzt sich für die in Schleswig-Holstein stark bedrohte Nahrungspflanze des Goldenen Scheckenfalters und anderer seltener Schmetterlinge ein.

Tausendgüldenkraut

Fast unscheinbar und zurückhaltend blüht das purpurne Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) noch in gut besonnten Dünen, Magerrasen oder Heiden. Diese Pflanze ist eng mit den Enzianen verwandt und diente lange Zeit als vorzügliches Heilmittel gegen Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden. Ihr deutscher Name macht den Wert dieser Art besonders deutlich. Der Aufwand, diese Wildblume für Schleswig-Holstein wieder zu vermehren, ist uns aber mehr als tausend Gülden wert!

Breitblättrige Fingerwurz

Diese intensiv purpurrot blühende Orchidee ist ein echter Hingucker in artenreichen und extensiv genutzten Feuchtwiesen und Niedermooren Schleswig-Holsteins. Sie blüht im Mai und Juni und lockt neben zahlreichen Insekten auch viele Pflanzenfreunde an. Der Name dieser Orchidee kommt von ihren Wurzelknollen, die an eine Hand erinnern, sie wird aber wie andere Orchideen auch als „Knabenkraut“ bezeichnet. Ihre mikroskopisch kleinen Samen brauchen bestimmte Pilze zum Keimen, daher gedeiht sie nicht überall.

Sumpf-Läusekraut

Diese bis zu 40 Zentimneter hohe Pflanze der Streuwiesen und Niedermoore mit ihren rosafarbenen und violetten Blüten ist eine wahre „Kraftblume“. Um an ihren Nektar zu gelangen, müssen sich Hummeln als ihre Bestäuber mühsam zwischen ihre starken Blütenlippen zwängen oder sich einen Seiteneingang beißen. Die vom Aussterben bedrohte Art kommt selten allein: wo sie gut gedeiht, findet man häufig auch eine ganze Reihe weiterer Seltenheiten wie Sumpf-Herzblatt, Natternzunge oder Mädesüß-Perlmutterfalter.

Igel-Segge

Wie kleine Morgensterne ragen die Blüten- und Fruchtstände der Igel- bzw. Stern-Segge (Carex echinata) aus den sumpfigen und feuchten Wiesen hervor. Diese in Schleswig-Holstein gefährdete Art ist einer der besonders auffälligen Vertreter der Süß- und Sauergräser, die im Projekt „BlütenMeer 2020“ vermehrt und gefördert werden. Denn Wiesen und Offenlandlebensräume bestehen nicht nur aus bunten Blumen, sondern vor allem aus verschiedensten Gräsern und ihren Verwandten.

Foto: Björn Rickert

Färber-Scharte

Die vom Aussterben bedrohte Färber-Scharte (Serratula tinctoria) wurde früher als Färbepflanze („schuttgelb“) genutzt. Sie ist ein echtes Highlight in extensiv genutzten Auwiesen und lichten Wäldern und Waldsäumen. Ihre letzten isolierten Vorkommen in Schleswig-Holstein liegen in Dithmarschen und entlang der Trave. Um sie für unser Land zu retten und dauerhaft zu erhalten, wird sie im Rahmen des Projektes „BlütenMeer 2020“ gezielt vermehrt und an geeigneten Stellen in ihrem ehemaligen Verbreitungsgebiet wieder angepflanzt.

Wiesen-Primel

Auch die Blume des Jahres 2016 ist beim Projekt „BlütenMeer 2020“ mit dabei! Die Wiesen-Primel oder auch Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) lebt auf sonnigen und eher trockenen Wiesen und in lichten Wäldern auf kalkreichen Böden im östlichen Schleswig-Holstein. Sie ist mittlerweile stark gefährdet. Durch Mahdgutübertragungen, Samenproduktion in Mutterpflanzenkulturen und Auspflanzungen fördern wir diese Art und sorgen dafür, dass sich in Zukunft wieder mehr Blütenbesucher und Spaziergänger an ihrem Duft und ihrer Blühpracht im Frühling erfreuen.

BlütenMeer 2020: Zum Wild-Werden!

Sie sind endlich wieder daaaaa: die zweite Auflage der heiß begehrten Samentütchen „Zum Wild-Werden“ aus dem Projekt „BlütenMeer 2020“ gibt’s jetzt exklusiv bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Sie wollen auch mitmachen und wild-werden? Dann einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Zum Wild-Werden“ an bluetenmeer2020@stiftungsland.de schicken, zwei, drei Tage abwarten, Samentütchen aufreißen, bei feuchter Witterung auf etwa einen Quadratmeter im Garten ausstreuen und mit etwas Glück blüht Ihnen dann schon in diesem Sommer was… Denn: Wir wollen mehr Blüten in Schleswig-Holstein!

Mit dabei sind in diesem Jahr 41 verschiedene Samen der heimischen Wildpflanzen:
Acker-Witwenblume, Berg-Sandglöckchen, Blutwurz, Breitblättriger Thymian, Echtes Johanniskraut, Gänseblümchen, Kornblume, Gemeine Schafgarbe, Gemeine Wegwarte, Gewöhnliche Goldrute, Gewöhnlicher Teufelsabbis, Gewöhnliches Ferkelkraut, Gewöhnliches Ruchgras, Gewöhnliches Seifenkraut, Gras-Sternmiere, Großer Klappertopf, Großer Odermenning, Großer Wiesenknopf, Hasen-Klee, Heide-Nelke, Hopfenklee, Knotige Braunwurz, Magerwiesen-Margerite, Möhre, Moschus-Malve, Nickendes Leimkraut, Pastinake, Rote Lichtnelke, Saat-Mohn, Saat-Wucherblume, Sand-Mohn, Schwarze Königskerze, Silber-Fingerkraut, Sumpf-Schafgarbe, Taubenkropf-Leimkraut, Wald-Habichtskraut, Weiße Lichtnelke, Weißes Labkraut, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Klee und Wilde Malve.