Zukunft für unsere bunten
Wilden

Blühende Wiesen, artenreiche Weiden: Das Projekt „BlütenMeer 2020“ bringt die Wildkräuter- und Gräservielfalt zurück ins Land. Damit Arnika, Küchenschelle und Co. wieder eine Zukunft haben.

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Entwicklungshelfer für die
Wildblumen

Damit sich unsere heimischen Wildpflanzen wieder ausbreiten und erblühen können, muss ihnen ordentlich unter die Arme gegriffen werden. Durch gezielte Vermehrung, Ansaat und Pflanzung bringen wir den Artenreichtum zurück.
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Gemeinsam heben wir
den Blütenschatz

Unser BlütenMeer-Team und die ArcheGärtnerei Eggebek arbeiten gemeinsam daran, Schleswig-Holstein wieder bunter zu machen. Informieren Sie sich über unsere Arbeit.

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Arnika

Die Arnika ist weithin bekannt, besonders als Heilpflanze. Daher rührt auch ihr anderer Name: „Wohlverleih“. Sie bringt nicht nur unseren Kreislauf in Schwung, sondern ist auch für viele Insekten wie Schmetterlinge besonders attraktiv. Dass sie auch in Schleswig-Holstein zum Beispiel in Heidelebensräumen vorkommt, ist vielen gar nicht bewusst. Die Art ist bei uns vom Aussterben bedroht und wird deshalb gezielt in der Archegärtnerei Eggebek vermehrt.

Gewöhnliche Küchenschelle

Als einer der prächtigsten Frühlingsboten auf nährstoffarmen und sandigen Böden begeistert die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) im April mit ihren tief-violetten Blüten und fransigen Samen. Nur leider ist sie in Schleswig-Holstein nicht mehr „gewöhnlich“, sondern extrem selten und vom Aussterben bedroht. Das Projekt „BlütenMeer 2020“ vermehrt diese Art und auch die Wiesen-Küchenschelle (P. pratensis) gezielt in der Archegärtnerei Eggebek.

Heide-Nelke

Erst am Ende des Frühsommers kommen die zarten violetten Blüten der Heide-Nelke (Dianthus deltoides) hervor und bestechen neben Wildbienen und Faltern auch die menschlichen Besucher. Die stark gefährdete und seltene Art kommt in Schleswig-Holstein am häufigsten auf Sandtrockenrasen und Heiden der Geest vor. Bei ihrer gezielten Vermehrung ist besonders darauf zu achten, keine Zuchtformen einzubringen, da diese Art auch als Gartenpflanze sehr beliebt ist.

Klappertopf

Hier und da klappert es noch auf extensiv genutzten Wiesen und Weiden in Schleswig-Holstein. Der Große Klappertopf (Rhinanthus serotinus) und Kleine Klappertopf (Rhinanthus minor), dessen reife Samen in den Fruchtständen klappern („Rasselblume“), war früher auf Heuwiesen weit verbreitet. Als Halbschmarotzer kann er über spezielle Wurzeln die Wurzelsysteme andere Wiesenpflanzen anzapfen, besonders von Gräsern und Kleearten. Durch die Schwächung starkwüchsiger Gräser wird gleichzeitig eine größere Artenvielfalt an Kräutern gefördert. Der Klappertopf ist Teil der Regio+-Saatgutmischung, die landesweit verwendet werden kann.

Teufels- Abbiss

Hat der Teufel an dieser Blume geknabbert? Die von unten her abfaulenden Wurzeln des Teufels-Abbisses (Succisa pratensis) geben zumindest einen Hinweis auf die Herkunft des Namens dieser beeindruckenden Pflanze. Sie wächst am liebsten in feuchten Wiesen und Weiden und leidet besonders unter Entwässerung und Nährstoffeinträgen. Das Projekt „BlütenMeer 2020“ setzt sich für die in Schleswig-Holstein stark bedrohte Nahrungspflanze des Goldenen Scheckenfalters und anderer seltener Schmetterlinge ein.

Tausendgüldenkraut

Fast unscheinbar und zurückhaltend blüht das purpurne Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) noch in gut besonnten Dünen, Magerrasen oder Heiden. Diese Pflanze ist eng mit den Enzianen verwandt und diente lange Zeit als vorzügliches Heilmittel gegen Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden. Ihr deutscher Name macht den Wert dieser Art besonders deutlich. Der Aufwand, diese Wildblume für Schleswig-Holstein wieder zu vermehren, ist uns aber mehr als tausend Gülden wert!

Breitblättrige Fingerwurz

Diese intensiv purpurrot blühende Orchidee ist ein echter Hingucker in artenreichen und extensiv genutzten Feuchtwiesen und Niedermooren Schleswig-Holsteins. Sie blüht im Mai und Juni und lockt neben zahlreichen Insekten auch viele Pflanzenfreunde an. Der Name dieser Orchidee kommt von ihren Wurzelknollen, die an eine Hand erinnern, sie wird aber wie andere Orchideen auch als „Knabenkraut“ bezeichnet. Ihre mikroskopisch kleinen Samen brauchen bestimmte Pilze zum Keimen, daher gedeiht sie nicht überall.

Sumpf-Läusekraut

Diese bis zu 40 Zentimneter hohe Pflanze der Streuwiesen und Niedermoore mit ihren rosafarbenen und violetten Blüten ist eine wahre „Kraftblume“. Um an ihren Nektar zu gelangen, müssen sich Hummeln als ihre Bestäuber mühsam zwischen ihre starken Blütenlippen zwängen oder sich einen Seiteneingang beißen. Die vom Aussterben bedrohte Art kommt selten allein: wo sie gut gedeiht, findet man häufig auch eine ganze Reihe weiterer Seltenheiten wie Sumpf-Herzblatt, Natternzunge oder Mädesüß-Perlmutterfalter.

Igel-Segge

Wie kleine Morgensterne ragen die Blüten- und Fruchtstände der Igel- bzw. Stern-Segge (Carex echinata) aus den sumpfigen und feuchten Wiesen hervor. Diese in Schleswig-Holstein gefährdete Art ist einer der besonders auffälligen Vertreter der Süß- und Sauergräser, die im Projekt „BlütenMeer 2020“ vermehrt und gefördert werden. Denn Wiesen und Offenlandlebensräume bestehen nicht nur aus bunten Blumen, sondern vor allem aus verschiedensten Gräsern und ihren Verwandten.

Foto: Björn Rickert

Färber-Scharte

Die vom Aussterben bedrohte Färber-Scharte (Serratula tinctoria) wurde früher als Färbepflanze („schuttgelb“) genutzt. Sie ist ein echtes Highlight in extensiv genutzten Auwiesen und lichten Wäldern und Waldsäumen. Ihre letzten isolierten Vorkommen in Schleswig-Holstein liegen in Dithmarschen und entlang der Trave. Um sie für unser Land zu retten und dauerhaft zu erhalten, wird sie im Rahmen des Projektes „BlütenMeer 2020“ gezielt vermehrt und an geeigneten Stellen in ihrem ehemaligen Verbreitungsgebiet wieder angepflanzt.

Wiesen-Primel

Auch die Blume des Jahres 2016 ist beim Projekt „BlütenMeer 2020“ mit dabei! Die Wiesen-Primel oder auch Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) lebt auf sonnigen und eher trockenen Wiesen und in lichten Wäldern auf kalkreichen Böden im östlichen Schleswig-Holstein. Sie ist mittlerweile stark gefährdet. Durch Mahdgutübertragungen, Samenproduktion in Mutterpflanzenkulturen und Auspflanzungen fördern wir diese Art und sorgen dafür, dass sich in Zukunft wieder mehr Blütenbesucher und Spaziergänger an ihrem Duft und ihrer Blühpracht im Frühling erfreuen.

BlütenMeer 2020: Zum Wild-Werden!

Mit dieser wunderbar-bunten Samentüte sind Sie auf dem besten Weg zu Ihrem eigenen wilden Quadratmeter. Wenn Sie noch in diesem Sommer ein farbenfrohes BlütenMeer wollen, dann nix wie raus mit den Samen.

Noch bis Ende Mai können sie sie aussäen. Am besten streuen sie die Samen von Wiesen-Margerite, Heidenelke, Moschus-Malve, Ferkelkraut und den vielen anderen Arten bei feuchter Witterung auf einem pflanzenfreien, leicht aufgelockertem Erdstück aus und drücken die Saat  ein klein bisschen an. Das reicht vollkommen aus. Denn eingebuddelt zu werden, das mögen die Samen der seltenen heimischen Wildpflanzen überhaupt nicht! Sie brauchen Licht und Sonne zum Keimen (Lichtkeimer).

Auch die Gießkanne kommt bei den bunten Wilden nicht oder nur ganz selten zum Einsatz. Sie brauchen nur dann eine Dusche von oben, wenn es sehr trocken ist. Normalerweise schaffen sie es nach dem Ausstreuen und Andrücken ganz von allein. Es sind ja alte Schleswig-Holsteiner, die der Witterung des Landes zwischen den Meeren bestens angepasst sind.

Und mit etwas Glück blühen die ersten Wildpflanzen dann schon im Juli – mit Sicherheit aber im August. Und nicht wundern: die Einjährigen wie Kornblume, Sand-Mohn, Saat-Mohn und Großer Klappertopf blühen in diesem Sommer vielleicht schon in voller Pracht, und sind im Nächsten wieder verschwunden. Dafür brauchen die Mehrjährigen einen etwas längeren Anlauf und erfreuen Sie mit ihren leuchtend-bunten Blüten erst im nächsten Jahr.

Arten

Gemein Wegwarte                    Großer Odermennig                Winterkresse    
Gewöhnliches Seifenkraut        Kornblume                               Wiesen-Flockenblume
Weiße Lichtnelke                      Saat-Wucherblume                  Heidenelke
Nickendes Leimkraut                Wiesen- Labkraut                    Echtes Johanniskraut
Hopfenklee                               Gewöhnliches Ferkelkraut       Acker-Witwenblume    
Wiesen-Rotklee                        Magerwiesen-Margerite          Echtes Leinkraut
Gewöhnliche Schafgarbe         Moschus-Malve                        Wilde Malve
Sand-Mohn                               Saat-Mohn                               Wiesen-Pastinake
Scharfer Hahnenfuß                 Großer Klappertopf                  Großer Wiesenknopf    
Knotige Braunwurz                   Rote Lichtnelke                        Schwarze Königkerze
Gewöhnlicher Teufelsabbiss    

Na, auch Lust auf einen wilden Quadratmeter im Garten?

Dann einfach eine E-Mail mit Postadresse an:
Bluetenmeer2020@stiftungsland.de

Und in ein paar Tagen trifft das Samentütchen per Post bei Ihnen ein. So arbeiten wir alle gemeinsam am „BlütenMeer 2020“ – denn:

Wir wollen mehr Blüten in Schleswig-Holstein.
Wir wollen mehr Blüten im Land zwischen den Meeren.
Wir wollen ein BlütenMeer 2020.